Die finanzielle Belastung für Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen bleibt 2026 bundesweit hoch. Trotz bestehender Zuschussregelungen müssen viele Pflegebedürftige weiterhin erhebliche Eigenanteile tragen.
Die Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der pflegebedingten Kosten. Unterkunft, Verpflegung sowie Investitionskosten werden zusätzlich berechnet. In vielen Regionen summieren sich die monatlichen Eigenanteile auf mehrere tausend Euro.
Zwar wurden in den vergangenen Jahren Zuschläge eingeführt, die mit zunehmender Aufenthaltsdauer steigen. Dennoch berichten Verbraucherverbände von anhaltender finanzieller Überforderung bei zahlreichen Familien.
Die steigenden Kosten sind unter anderem auf höhere Personalausgaben sowie gestiegene Energie- und Betriebskosten zurückzuführen. Pflegeeinrichtungen stehen unter Druck, angemessene Löhne zu zahlen und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten.
Experten betonen die Bedeutung transparenter Kostenstrukturen. Eine frühzeitige Beratung könne helfen, finanzielle Risiken besser einzuschätzen. Auch ergänzende private Vorsorgemodelle gewinnen wieder an Aufmerksamkeit.
Auf politischer Ebene wird über weitere Reformschritte diskutiert. Ziel ist es, die Eigenanteile langfristig planbarer zu gestalten und soziale Härten zu vermeiden. Konkrete gesetzliche Änderungen stehen jedoch noch aus.